Archimedes und die schwimmende Krone

Eine kleine Geschichte aus der Welt der Wissenschaft

Vor über zweitausend Jahren, als die Menschen in Griechenland noch weite Gewänder trugen und in Tempeln philosophiert wurde, lebte in der Stadt Syrakus ein Mann, der Fragen liebte: Archimedes.

 

Archimedes war kein König oder kein Feldherr, sondern ein Denker, Forscher und Erfinder. Denn während andere das Leben einfach so hinnahmen, wie es war, hinterfragte Archimedes alles:

»Warum schwimmt ein Holzstück auf dem Wasser? Und warum nicht ein Stein?«

»Wieso werden schwere Dinge plötzlich leichter, wenn man sie ins Wasser taucht?«

 

Eines Tages bekam er einen besonders kniffligen Auftrag: Der König hatte eine goldene Krone in Auftrag gegeben, aber er hatte den Verdacht, dass der Goldschmied heimlich etwas billigeres Metall hineingemischt hatte. Aber er konnte nicht dahinterkommen, ob das stimmte, denn die Krone durfte aber nicht beschädigt werden. Und wie sollte man das von außen erkenne? Das war das richtige Rätsel für Archimedes.

Tagelang dachte er darüber nach und versuchte hinter dieses Geheimnis zu kommen. Und dann, als er eines Tages beim Baden war, geschah es.

 

Als er in den Badezuber stieg, spritzte das Wasser über den Rand, und plötzlich verstand er: Ein Gegenstand verdrängt genau so viel Wasser, wie er selbst an Raum einnimmt. Und wenn man weiß, wie schwer er ist, kann man seine Dichte berechnen, und erkennen, woraus er besteht!

Archimedes sprang aus seiner Wanne, rannte nackt durch die Straßen und rief: »Heureka!«, was so viel hieß wie: »Ich habe es gefunden!«

 

Und tatsächlich: Die Krone war zwar schwer genug, aber sie hatte nicht die richtige Dichte für pures Gold! So entdeckte Archimedes eines der wichtigsten Geheimnisse der Physik.