Der Hut der Königin

Vor vielen hundert Jahren, als in ganz Europa prachtvolle Schlösser gebaut und wundervolle Bilder gemalt wurden, lebte eine besondere Frau: Katharina von Medici. Sie wurde in Italien geboren, aber als junge Frau zog sie nach Frankreich und heiratete dort den König Heinrich II., wodurch sie selbst zur Königin des Landes wurde.

 

Katharina brachte etwas ganz Besonderes nach Frankreich mit: neue Ideen für Kleider, Schuhe und vor allem Hüte! Denn damals trugen die Leute oft einfache Sachen, die vor allem praktisch sein mussten. Aber Katharina liebte es, wenn alles schön aussah. Vor allem ihre Hüte waren kleine Kunstwerke: aus feinem Samt, bestickt mit goldenen Fäden, geschmückt mit leuchtenden Federn und kleinen, funkelnden Steinen.

Wenn Katharina durch den Garten von Schloss Fontainebleau spazierte, leuchtete ihr Hut wie ein kleiner Regenbogen. Zuerst staunten die Damen am Hof, doch dann wollten sie auch solche Hüte haben! Und ehe man sich versah, trugen bald überall in Frankreich Leute bunte Kleider, schicke Schuhe und tolle Hüte.

 

Und noch heute, wenn jemand von der Mode der Renaissance spricht, dann denkt er oft an Katharina und ihre wunderbaren Hüte!