Der Turm aus Eisen

Eine kleine Geschichte aus der Zeit der großen Erfindungen

Vor über 130 Jahren, als schon Züge durch Europa fuhren und die ersten Menschen davon träumten, sich in die Lüfte zu erheben, hatte man in Paris eine verrückte Idee: Man wollte einen riesigen Turm aus purem Eisen erbauen.

Viele Menschen hielten das natürlich für unmöglich. Sie meinten, dass so ein Turm niemals stehen bleiben würde. Und vor allem, dass dadurch ganz Paris verschandelt wäre! Aber ein Mann glaubte an diese Idee, und das war Gustave Eiffel.

 

Gustave Eiffel war Ingenieur und hatte schon viele kühne und elegante Brücken gebaut. Und nun wollte er beweisen, dass auch Bauwerke aus Eisen schön sein konnten.

Der Turm sollte bis zur Weltausstellung 1889 fertiggestellt sein und an die Französische Revolution erinnern. Und er sollte höher sein als alles, was es bis dahin gegeben hatte: über 300 Meter!

 

Gustave Eiffel hatte einen ausgefallenen Plan: Er ließ den Turm aus tausenden kleinen Eisenteilen zusammensetzen, fast wie ein riesiges Puzzle. Über zwei Jahre lang waren Hunderte von Arbeitern damit beschäftigt und langsam, Stück für Stück, wuchs der Turm in den Himmel.

Als der Eiffelturm fertig war, staunten die Menschen und waren begeistert. Denn sie spürten: Dieser Turm war kein gewöhnliches Gebäude, sondern ein Zeichen dafür, was Menschen erschaffen können, wenn sie den Mut haben, neu zu denken.

 

Und heute? Heute ist der Eiffelturm das Wahrzeichen von Paris, und jeden Abend funkelt er wie ein Stern und begrüßt Einheimische wie Besucher.