Die Farben der Höhlenmenschen
Oder: Wie alles begann
Vor über 30.000 Jahren gab es noch keine Autos oder Häuser, keine Leinwände oder Bücher, ja noch nicht einmal Wörter auf Papier. Damals lebten die Menschen in Europa noch in Höhlen wie etwa Lascaux oder Altamira. Und doch waren sie uns vielleicht näher, als wir denken.
Auch sie sahen zum Sternenhimmel hoch, bewunderten den Sonnenuntergang und die Schönheit der Natur um sie herum. Und auch sie hatten den Wunsch, sich an diese Dinge zu erinnern.
Und irgendwann begannen sie damit, diese Dinge mitzuteilen.
Natürlich hatten sie dafür keine Leinwände, keine Pinsel und Stifte, aber sie nahmen das, was sie in ihrer Umgebung vorfanden.
Aus Asche, Tierfett, rotem Gestein oder gelbem Ton mischten sie Farben und mit bloßen Händen oder selbstgebauten Pinseln aus Ästen bemalten sie die Wände ihrer Höhlen. Und was für wunderbare Dinge man da entdecken kann!
Tiere, Menschen auf der Jagd, Abdrücke von Kinderhänden und vieles mehr.
Es muss ein wunderbarer Anblick gewesen sein! Stell es dir einmal vor – das Knistern des Feuers, das Spiel der Flammen auf den Wänden und ein rotes Pferd, das fast zu galoppieren scheint!
Warum die Menschen mit dem Malen begannen, das weiß heute niemand mehr. Vielleicht wollten sie eine erfolgreiche Jagd feiern, vielleicht waren es auch ihre Wünsche, Ängste, Träume oder Freuden, die sie festhalten wollten.
Aber eines wissen wir – es sind wunderbare Kunstwerke und diese Bilder bringen uns die Menschen von damals viel näher als jedes Buch.
