Die Pyramide für einen Gott

Eine kleine Geschichte aus dem alten Ägypten

Vor sehr, sehr langer Zeit – als es noch keine Autos gab, keine Handys und nicht einmal Bücher – lebte am großen Fluss Nil ein Volk, das bis heute berühmt ist: die alten Ägypter.

Sie bauten Tempel, schrieben mit Bildern (wir nennen sie heute Hieroglyphen) – und schufen eines der mächtigsten Reiche der Weltgeschichte.

Und mitten in der Wüste bauten sie etwas, das Menschen noch Jahrtausende später bestaunen würden: die Pyramiden.

 

Die größte von ihnen ist die Pyramide des Pharao Cheops.

Cheops war allerdings kein König wie bei uns, sondern er galt seinem Volk als ein Gott auf Erden. Die Menschen glaubten, dass er nach seinem Tod in eine andere Welt weiterziehen würde, und dafür wollten sie ihm ein göttliches Haus bauen.

So begannen Tausende von Menschen, riesige Steinblöcke zu schleppen. Und mit riesig meint wirklich riesig – denn jeder einzelne von ihnen war so schwer wie ein Auto! Dabei hatten sie allerdings keine Maschinen oder Kräne, sondern nur Seile, Rampen und sehr viel Geduld.

Und sie hatten etwas, das stärker war als alle Technik: einen Plan. Und viele, viele helfende Hände.

So entstand Stein für Stein die große Pyramide – ein Haus für die Ewigkeit.

 

Und das Erstaunlichste? Die Pyramiden stehen heute noch, fast viertausendfünfhundert Jahre später – mitten im Wüstensand, als wären sie erst gestern gebaut worden.