Jim und die Karte mit dem X
Eine kleine Geschichte über die »Schatzinsel« und ihren Erfinder
Vor über 140 Jahren, als man noch mit Dampfschiffen reiste, Briefe mit der Postkutsche transportiert wurden und Kinder ihre Abenteuer nicht über Bildschirme, sondern durch Bücher erlebten, lebte in Schottland ein Mann namens Robert Louis Stevenson.
Er war ein Schriftsteller und er liebte Geschichten, vor allem solche voller Mut, Geheimnissen und dem weiten Meer.
Eines Tages, während eines verregneten Urlaubs, zeichnete sein Stiefsohn eine Karte. Darauf waren Wälder, Berge und Höhlen aufgezeichnet, und mitten in der Karte prangte ein rotes Kreuz.
»Was ist das denn?«, fragte Stevenson.
»Ein Schatz!«, antwortete der Junge.
Und genau in diesem Moment hatte Stevenson eine Idee.
Er setzte sich an seinen Schreibtisch, nahm Papier und Feder zur Hand und begann zu schreiben.
So entstand die Geschichte von Jim Hawkins, einem Jungen, der in einer alten Seemannskiste eine Schatzkarte findet. Zusammen mit ein paar tapferen Männern fährt er mit dem Schiff »Hispaniola« über das Meer, immer auf der Suche nach dem Ort, den ihm das rote Kreuz anzeigte.
Auf der Insel trifft er Piraten, kämpft gegen Lügen und Verrat und begegnet einem seltsamen Mann mit einem Holzbein und einem lustigen Papagei: Long John Silver.
Doch nicht immer ist alles so, wie es scheint. Denn manchmal sind selbst die freundlichsten Piraten nicht ganz ehrlich …
Als das Buch erschien, waren die Leser begeistert. Denn zum ersten Mal erzählte jemand eine Piratengeschichte, die nicht nur spannend war, sondern auch voller Herz und für Kinder geeignet.
Und bis heute träumen Kinder auf der ganzen Welt von einer geheimen Karte, einem verborgenen Schatz und einem Segel am Horizont.
